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Ratgeber

Was ist MMA? Mixed Martial Arts einfach erklärt.

Regeln, Gewichtsklassen, Risiko. Und warum die meisten MMA trainieren, ohne je zu kämpfen.

Kurz gesagt

MMA steht für Mixed Martial Arts, also gemischte Kampfkünste: ein Vollkontakt-Kampfsport, in dem Schlagen, Treten, Ringen und Bodenkampf in einem Kampf erlaubt sind. Gekämpft wird nach festen Regeln in Gewichtsklassen, mit kleinen offenen Handschuhen, unter Aufsicht eines Ringrichters und meist über drei Runden à fünf Minuten im Käfig.

MMA in zwei Sätzen

MMA ist der Kampfsport, der Striking und Grappling verbindet: Boxen, Kickboxen und Muay Thai im Stand, Ringen für Takedowns, Brazilian Jiu-Jitsu für den Boden. Gewonnen wird durch K.o., Abbruch, Aufgabe des Gegners oder nach Punkten.

Was ist MMA: Kampfsport, Kampfkunst oder Show? Im Kern ist MMA kein eigener Stil, sondern ein Regelwerk, das viele Stile in einem Kampf zusammenbringt. Erfolgreich ist, wer die Übergänge beherrscht, etwa vom Jab in den Double Leg Takedown und vom Takedown in die Kontrolle aus der Side Control.

Gekämpft wird im Käfig (Cage) oder im Ring. Die meisten Ligen setzen auf den Käfig, weil niemand zwischen den Seilen herausfallen kann und der Zaun im Ringen zur taktischen Fläche wird, die japanische Liga RIZIN kämpft dagegen bis heute im Ring. Bei uns in Offenbach steht ein Cage auf 600 m² Trainingsfläche, daneben zwei Mattenflächen.

Viele Begriffe aus dem MMA, von Clinch bis Submission, erklären wir im Glossar.

Lieber ausprobieren als lesen? Erster Abend kostenlos.

MMA All Level läuft montags um 20 Uhr sowie dienstags und donnerstags um 19 Uhr. Im ersten Training lernst du Grundstellung, Schlagtechnik und deinen ersten Takedown, gesparrt wird nicht.

Die Regeln

Die MMA-Regeln sind nicht weltweit einheitlich. In den USA gelten die Unified Rules of Mixed Martial Arts, an denen sich viele große Ligen orientieren. Andere Organisationen, auch in Europa, haben eigene Regelwerke mit teils abweichenden Details. In Grundzügen sieht ein Profikampf so aus:

Runden und Ausrüstung

  • Ein Kampf dauert in der Regel drei Runden à fünf Minuten, Titelkämpfe fünf Runden à fünf Minuten.
  • Zwischen den Runden gibt es eine Minute Pause.
  • Getragen werden kleine, offene Handschuhe, mit denen du schlagen und greifen kannst, dazu Mundschutz und Tiefschutz.

Was erlaubt ist

Schläge, Tritte, Knie und Ellbogen im Stand, Takedowns und Würfe, Schläge am Boden, Hebel und Würgegriffe. Diese Mischung macht MMA aus.

Was verboten ist

Zu den typischen Fouls nach den Unified Rules gehören unter anderem:

  • Kopfstöße, Beißen, Augenstechen, Haare ziehen
  • Schläge in den Genitalbereich
  • Schläge auf Hinterkopf und Wirbelsäule
  • Tritte und Kniestöße zum Kopf eines Gegners, der am Boden ist
  • Angriffe auf den Kehlkopf und das Verdrehen von Fingern und Zehen

Wie ein Kampf endet

  • K.o.: Ein Kämpfer kann nach einem Treffer nicht weitermachen.
  • Technischer K.o. (TKO): Der Ringrichter oder der Ringarzt bricht ab, weil sich ein Kämpfer nicht mehr sinnvoll verteidigt.
  • Aufgabe (Submission): Ein Kämpfer klopft ab, meist bei einem Hebel oder Würgegriff.
  • Punktentscheidung: Drei Punktrichter werten jede Runde nach dem 10-Punkte-System.
  • Disqualifikation: nach schweren oder wiederholten Fouls.

MMA-Gewichtsklassen (Tabelle)

Im Profibereich wird in festen Gewichtsklassen gekämpft, damit Kämpfer mit vergleichbarer Masse aufeinandertreffen. Die MMA-Gewichtsklassen nach den Unified Rules sind in Pfund (lb) definiert. Die Tabelle zeigt die neun Klassen, die große Profiligen wie die UFC nutzen, jeweils mit dem Obergrenzen-Gewicht, umgerechnet in Kilogramm und gerundet auf eine Nachkommastelle.

GewichtsklasseEnglischbis lbbis kg
StrohgewichtStrawweight11552,2
FliegengewichtFlyweight12556,7
BantamgewichtBantamweight13561,2
FedergewichtFeatherweight14565,8
LeichtgewichtLightweight15570,3
WeltergewichtWelterweight17077,1
MittelgewichtMiddleweight18583,9
HalbschwergewichtLight Heavyweight20593,0
SchwergewichtHeavyweight265120,2

Die Unified Rules kennen zusätzlich Zwischenklassen und ein Superschwergewicht über 265 lb, die in der Praxis selten genutzt werden. Manche Organisationen weichen bei Grenzen oder Namen ab, im Amateurbereich gelten oft eigene Einteilungen. Gewogen wird in der Regel am Tag vor dem Kampf, viele Profis treten danach mehrere Kilo schwerer an, weil sie vor dem Wiegen Wasser abkochen.

Ein Bezug aus unserem Gym: Coach Sheila Gaff stand ehemals auf Platz 1 der Weltrangliste im Frauen-MMA bis 57 kg. Headcoach Andre Balschmieter war ehemals die Nummer 1 im deutschen MMA-Mittelgewicht, Fight-Team-Kämpfer Zafar Mohsen kämpft im Federgewicht bei OKTAGON.

Ist MMA gefährlich?

Ist MMA gefährlich? Sachlich betrachtet: Im Wettkampf ja, wie jeder Vollkontakt-Kampfsport. Wer kämpft, nimmt Treffer, auch am Kopf. Platzwunden, Prellungen, Verletzungen an Gelenken und Gehirnerschütterungen gehören zu den Risiken, über die man ehrlich reden muss.

Gleichzeitig gibt es Regeln, die das Risiko begrenzen: Gewichtsklassen, ein Ringrichter, der früh abbricht, ärztliche Untersuchungen und die Möglichkeit, jederzeit abzuklopfen. Dass ein Kampf per Aufgabe enden kann, unterscheidet MMA vom Boxen: Wer im Hebel oder Würgegriff abklopft, beendet den Kampf, bevor ein Gelenk nachgibt oder er das Bewusstsein verliert.

Seriöse Zahlen zum Vergleich mit anderen Sportarten sind schwer zu bekommen, weil Studien unterschiedlich messen. Deshalb nennen wir hier keine. Was wir sicher sagen können: Das Risiko im Training ist ein anderes als im Kampf.

Training ist nicht gleich Kampf

Im Training schlägst du vor allem auf Pratzen und Sandsäcke, übst Techniken mit einem kooperativen Partner und rollst am Boden mit kontrolliertem Tempo. Bei uns gilt:

  • Jede Einheit folgt einem Curriculum, Techniken werden aufgebaut, bevor sie unter Druck getestet werden.
  • MMA-Sparring ist freiwillig, beginnt frühestens nach einigen Monaten und läuft mit Sparringshandschuhen, Mundschutz und Schienbeinschonern.
  • Im ersten Training sparrt niemand.

MMA als Training: die meisten kämpfen nie

Was ist MMA Training, wenn du gar nicht in den Käfig willst? Ein Ganzkörpertraining mit System. Du lernst Schlagtechnik, Beinarbeit, Takedowns, Bodenkontrolle und Befreiungen. Nebenbei arbeitest du an Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination.

Bei PYRANHA lautet unser Grundsatz: Technik auf Profi-Niveau, für Menschen, die bei null anfangen. Die allermeisten Mitglieder trainieren MMA, ohne je einen Kampf zu bestreiten. Wer doch will, kann über die Stufen Foundation, Athlete und Fight Team bis zum Wettkampf gehen. Das Fight Team ist auf Einladung und reicht bis OKTAGON.

So ist das Training bei uns aufgebaut:

  • MMA All Level: für Einsteiger und Fortgeschrittene, zum Beispiel montags um 20 Uhr oder dienstags um 19 Uhr.
  • MMA im Cage Pro: für Fortgeschrittene, die im Käfig trainieren.
  • Prüfungsprogramm MMA: Du arbeitest dich durch ein festes Curriculum, statt jeden Abend etwas Zufälliges zu üben.

Insgesamt laufen bei uns 8 MMA-Einheiten pro Woche. Die Coaches haben UFC- und OKTAGON-Erfahrung, zusammen kommen alle Trainer auf über 1.000 Kämpfe.

So probierst du MMA aus

Die Regeln kennst du jetzt, ob dir der Sport liegt, zeigt dir eine Stunde im Cage und auf der Matte.

  1. Buchen: Auf Probetraining wählst du MMA All Level, Tag und Uhrzeit, Adresse und Uhrzeit schicken wir dir per WhatsApp.
  2. Trainieren: Bring Sportkleidung und Wasser mit, die MMA-Handschuhe und Schoner leihst du bei uns. Plan eine Viertelstunde zum Umziehen ein.

Wenn du bei null anfängst, lies vorher MMA für Anfänger. Alle Infos zum Kurs findest du unter MMA in Offenbach. Du kommst aus Frankfurt? Dann schau auf MMA für Frankfurt, wir sind 15 Minuten von Frankfurt entfernt.

Häufige Fragen

Was ist MMA für ein Sport?

MMA ist ein Vollkontakt-Kampfsport, der Techniken aus Boxen, Kickboxen, Muay Thai, Ringen und Brazilian Jiu-Jitsu vereint. Gekämpft wird im Stand und am Boden. Als Training ist MMA ein Ganzkörpertraining für Kraft, Ausdauer und Koordination.

Wofür steht die Abkürzung MMA?

MMA steht für Mixed Martial Arts, auf Deutsch gemischte Kampfkünste. Der Name beschreibt, dass in einem Kampf Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten erlaubt sind.

Wie viele Gewichtsklassen gibt es im MMA?

Große Profiligen wie die UFC kämpfen in neun Klassen, vom Strohgewicht (bis 115 lb, rund 52,2 kg) bis zum Schwergewicht (bis 265 lb, rund 120,2 kg). Die Unified Rules kennen zusätzlich Zwischenklassen und ein Superschwergewicht, die selten genutzt werden.

Muss ich bei MMA kämpfen?

Nein. Die allermeisten Mitglieder trainieren MMA rein als Sport, Sparring ist freiwillig und kommt erst nach Monaten mit Schutzausrüstung. Wettkampf ist ein eigener Weg über das Fight Team, auf Einladung.

Kann ich MMA ohne Vorerfahrung lernen?

Ja. In MMA All Level steigst du bei null ein, Technik kommt vor Härte. Mehr dazu im Ratgeber MMA für Anfänger.

Genug Theorie. Zeit für die erste Runde.

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